Rückblick
Die Allianz alte WU formiert sich
Im März 2024 wird die Öffentlichkeit durch die Pressekonferenz von Stadt Wien und Bundesimmobiliengesellschaft BIG über den „neuen topmodernen Bildungscampus“ am Althangrund im 9. Bezirk in Wien informiert. Österreichs größter Bildungsstandort mit Unis und Schule soll hier für eine Milliarde Euro entstehen und ein Leuchtturmprojekt für klimafreundliches Bauen werden.
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Beworben wird das Vorhaben mit den Themen „Kreislaufwirtschaft“ und „Re-Use“ und dem „Erhalt von 40% der Tragstruktur.“ Wenngleich das Wort „Abriss“ nach Möglichkeit vermieden wird, ist klar, dass vom gesamten Gebäudekomplex aus den späten 70ern womöglich nur die tragenden Betonplatte über den Gleisen der ÖBB und die Bohrpfähle übrig bleiben könnten.
Mit dem Rückbau der „Alten WU“ würde Wien nicht nur ein Stück Architekturgeschichte verlieren, sondern auch einen Ort, an dem viele Gemeinschaften und Institutionen gemeinsamen, leistbaren Raum gefunden haben.
In mehreren (Architektur-)Netzwerken setzt sich eine kritische Diskussion in Gang. Abriss und Neubau, wo die Nutzung Bildung schon vorhanden ist? Kann das ein zukunftsfähiges Entwicklungskonzept sein? Sehr schnell sind wir uns einig: Der angekündigte, großflächige Rückbau muss verhindert werden. Eine beispielhafte sozial gerechte und ökologische Transformation muss stattdessen gefordert werden. Die ALLIANZ ALTE WU war gegründet.